Geflüchtete

Die Zahl der Zuwanderer, die nach Deutschland kommen, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Auch in Köln ist diese Entwicklung zu erkennen. Seit 2010 ist die Zahl der nach Köln kommenden Flüchtlinge um 750% gestiegen. Im April 2017 liegt die Flüchtlingszahl bei mehr als 12.000 Personen (Quelle: Stadt Köln, Zugriff am 17.05.2017), wovon sich ein großer Anteil im Kinder- und Jugendalter befindet. 

Diese Menschen müssen in der Kölner Stadtgesellschaft willkommen geheißen werden und es besteht eine besondere Herausforderung darin, diesen Menschen adäquate und ausreichende Angebote und Unterstützungen zur Verfügung zu stellen. Dies gestaltet sich aufgrund häufig beidseitig vorhandener Hemmschwellen und Sprachbarrieren in der Praxis nicht immer einfach. Es gilt daher situations- und zielgruppenorientierte Ansätze zu entwickeln und umzusetzen.  

Dies gilt auch für alle Ebenen des organisierten Sports. Sowohl wir als Dachorganisation, als auch die Sportvereine beschäftigen sich daher intensiv mit dem Thema Geflüchtete und Sport.

Spomo Flüchtlinge

Unsere Arbeit in diesem Bereich gliedert sich in drei Schwerpunkte:

  • Beratung und Unterstützung der Kölner Sportvereine: Mit der, in dieser Dimension, neuen Situation ergeben sich auch für die Sportvereine häufig neue Fragen und Schwierigkeiten für den Vereinsalltag oder im speziellen Engagement für Geflüchtete. Wir helfen den Sportvereinen dabei diese Fragen zu beantworten und unterstützen das soziale Engagement der Sportvereine.
  • Politische Arbeit und Lobby des Sports: Mit der gestiegenen Zahl an nach Köln kommenden Personen ergeben sich neben den vielen Potentialen für die Sportvereine leider auch schwierige Situationen. Gerade die Unterbringung in Sporthallen hat die Vereine hart getroffen. Mitgliederschwund, finanzielle Probleme, erhöhter Verwaltungsaufwand und nicht zuletzt die Verhinderung vorhandene Integrationspotentiale des Sportes auch für diese Zielgruppe nutzbar zu machen erforderten Lobbyarbeit für den organisierten Sport auf allen Ebenen.
  • SpielMOBIL für geflüchtete Kinder und Jugendliche: Die unerwarteten Veränderungen in Zahl und Zielgruppe und die meist nicht vorhandenen Freizeitmöglichkeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche haben uns dazu bewogen ein Projekt zu konzipieren und umzusetzen, dass an den Flüchtlingsunterkünften Sport- und Bewegungsangebote schafft. Seit April 2014 fahren wir regelmäßig bis zu 7 Unterkünfte in der Woche mit unserem Sportmobil an und bieten vielfältige Bewegungsmöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen vor Ort.